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Forschungskonzept
Technische Prozesse unterliegen zunehmend höheren und vielfältigeren Anforderungen. Es genügt heute beispielsweise nicht mehr,
in einer chemischen Anlage ein bestimmtes Produkt zu erzeugen, sondern es soll in perfekter Qualität, bei minimaler Umweltbelastung,
einem möglichst geringen Ressourcenverbrauch und mit maximaler Ausbeute hergestellt werden.
Hoch komplexe technische Prozesse - insbesondere aus den Bereichen der chemischen Verfahrenstechnik und der Biotechnologie - zu analysieren, zu
entwerfen, zu gestalten und zu beherrschen, so dass sie diesen hohen Anforderungen genügen, ist eine der Herausforderungen, der sich das
Magdeburger Max-Planck-Institut stellt. Dies erfordert einerseits ein fundiertes Verständnis der technischen Anlagen und der zugrunde
liegenden physikalischen, chemischen oder biologischen Vorgänge. Andererseits werden ingenieurwissenschaftliche und mathematische
Methoden zur Analyse und Synthese dynamischer Systeme benötigt. Dementsprechend arbeiten am Institut Ingenieure gemeinsam mit Chemikern,
Biologen und Mathematikern.
Die Fragestellungen, mit denen sich die Wissenschaftler des Instituts beschäftigen, sind sehr vielfältig. Alle Untersuchungen basieren
jedoch auf grundlegenden Konzepten der Systemanalyse, -synthese und der Regelungstheorie. Stets zielen die Forschungsarbeiten auf die Entwicklung
und Validierung dynamischer Prozessmodelle − also geeigneter mathematischer Beschreibungen des zeitlichen Verhaltens der betrachteten Vorgänge.
Fachgruppen und Projektbereiche am Max-Planck-Institut Magdeburg
Die Vielfalt der Forschungsgebiete spiegelt sich in der Organisationsstruktur des Max-Planck-Institutes wider. Es ist in unterschiedliche
Fachgruppen gegliedert. Zudem bringen die Wissenschaftler ihre spezifische Sichtweise und Methodik in die
Bearbeitung der Themen in fachgruppenübergreifenden Projektbereichen ein. Auf diese Weise manifestiert
sich das interdisziplinär angelegte Forschungskonzept des Institutes: Einerseits werden verschiedene technische, chemische und mathematische Methoden
und Herangehensweisen von den jeweiligen Experten eingebracht, um einen Forschungsgegenstand von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten. Andererseits
werden dieselben Methoden eingesetzt, um Fragestellungen aus verschiedenen Anwendungsbereichen zu behandeln.
Die im Institut gelebte interdisziplinäre Arbeitsweise ist also ein wichtiger Aspekt der wissenschaftlichen Leistungen: Methoden zur Analyse
verfahrenstechnischer Prozesse zum Beispiel auch auf biologische und biotechnologische Vorgänge anzuwenden und umgekehrt ist nur eine der Herausforderungen,
der sich die Ingenieure, Naturwissenschaftler, Mathematiker und Informatiker des Magdeburger Max-Planck-Instituts stellen.
Dynamische Prozessmodelle und experimentelle Validierung
Die Arten verfahrenstechnischer Grundoperationen und Apparate sind sehr vielfältig. Daher steht bei der Erstellung von Modellen chemischer Prozesse die
Systematisierung des Modellierungsvorgangs im Mittelpunkt
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Optimale Gestaltung technischer Anlagen und Prozesse
Auf der Grundlage von mathematischen Modellen wird vor allem das ingenieurwissenschaftliche Kernproblem der Prozesssynthese, -auslegung und -führung
lösbar − also die Gestaltung technischer Anlagen und Prozesse.
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